Haltung und Zucht

Die artgerechte Haltung der Tiere (Zucht, Wohlbefinden des Tieres, moralische Haltung des Menschen zum Tier) ist für jeden Tierhalter Pflicht und führt auch zu besseren Ergebnissen. Für meine Tiere heißt das konkret, dass für die Kanarien ausreichend Platz zum Fliegen vorhanden sein muss.
In der Zuchtzeit  ist es besser, Kanarien in Boxen zu halten, weil die Elterntiere sich besser um die Nachzucht kümmern können und nicht durch die anderen Artgenossen, wie z.B. in der Voliere, gestört werden.
Die Zuchtsaison beginnt normalerweise zum Beginn des Frühjahrs und hält bis Ende Juni/Juli an. Es kommt natürlich darauf an, wieviel Brut man bei den Tieren zulässt.
Haben sich die Tiere Ihre Partner ausgesucht, beginnen sie sofort mit der Balz. Ein paar Tage später beginnt das Weibchen mit dem Nestbau. Hier muss der Halter sowohl ein Nest als auch Material für den Nestbau (Pflanzenfasern, Tierhaar oder Scharpier) bereitstellen. Ist das Nest, was ausschließlich vom Weibchen gebaut wird, fertig, kann es bald mit der Eiablage beginnen. Normalerweise legt die Kanarienhenne 4-6 Eier (täglich ein Ei) und brütet die Eier 13 Tage, bis das erste Junge geschlüpft ist; in den darauf folgenden Tagen schlüpfen auch die anderen. Nach 14-16 Tagen sind die Jungen flügge und nach und nach verlassen sie das Nest. In den ersten Tagen nach dem Verlassen des Nests kehren sie nachts zum Nest zurück. Sie sind aber in der Fütterung noch nicht unabhängig, werden also weiterhin vom „Vater“ gefüttert. In dieser Zeit beginnt das Weibchen erneut ein neues Nest zu bauen. Normalerweise werden die Jungvögel 7 bis 10 Tage nach Verlassen des Nests unabhängig und können für sich sorgen, so dass sie von den Eltern getrennt werden können. Es muss ihnen aber weiterhin Ei-Futter und Keimfutter zur Verfügung gestellt werden.